Und täglich grüßt das Murmeltier

•September 26, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Der Spiegel lehrt uns mal wieder die Zusammenhänge der “globalen Marktwirtschaft”
Unter

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,651460,00.html#ref=rss

werden die Praktiken des Fetzentandlers Kik unter die Lupe genommen. Grauslich, und ein guter Grund, seine Kleidung länger zu tragen, zu tauschen oder am Flohmarkt bzw. bei ordentlichen Händlerinnen und Händlern seines Vertrauens zu beziehen, und halt auch einmal ein paar euro mehr hinzulegen. mann muss diesen raubkapitalisten das Handwerk legen. Ein gutes Beispiel dafür liefert die österreichische Gewerkschaft. Im sinne der Internationalen Solitarität wäre es angemessen, auch für Zulieferbetriebe von der EU kontrollierte Mindeststandards festzulegen.

Nun ein anderes Thema:

Morgen Sind Wahlen in Oberösterreich (und Deutschland). Ich wünsche Rudi Anschober und seinem Team alles Gute. Schade, dass ihr euch für einen persönlichkeitswahlkampf entschieden habt, auch wenn Herr Anschober ein angenehmer Zeitgenosse ist. Keine/R weiss so viel wie alle, und die weibliche Seite des Wahlkampfes  ist so medial wieder einmal nicht aufgenommen worden. Die Proschüren allerdings waren gut. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, diesen oberösterreichischen Weg weiter zu gehn, und nicht nur zu einer Interessensvertretung für Bobos zu werden, was ich bei den Bundesgrünen stark befürchte.
Zum Abschluss noch ein Kommentar der Linz09 Wahlbeobachter, die in meinen Augen den IST-Zustand recht gut beschreiben /besprechen

http://www.linz09.at/sixcms/media.php4974/Audio_20090923_KeplerSalon_Klein.mp3

Na dann. Und würden wir Menschen, die schon jahrelang hier leben und unser Land mitgestalten  einfach einbürgern, dann hätten wir weniger Probleme mit MigrantInnen. Und um einmal was anderes nicht ausser Acht zu lassen: Ich hatte noch gar keine.  Vielleicht ist es einfach so: Wie man in den Wald schreit, so kommts zurück. Und wahnsinnige gibts überall. Sicher auch unter den Zuagroastn (zugewanderten, zu uns gewanderten). Die vielleicht aus Gründen wie den oben geschilderten zu uns kamen, um ein besseres Leben zu finden.

Schade, dass die Piraten hier in Oberösterreich nicht kandidierten. Wie wäre dass, wenn man dem braunen Rand sämtliche Studien die auf positive Zusammenhänge zwischen Zuwanderung und Alltagsleben verweisen auf den Tisch legen könnte, weil sie frei zugänglich sind? Und auch jene, die einen negativen zusammenhang finden. Es könnte die Disskussion um das zusammenleben erheblich weiter und in die Breite bringen als dieser Wahlkampf es tat.

Der Watzl will in Linz mehr Sicherheit

•Juli 21, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Also wenn ich mit den öffis durch Linz in die Arbeit fahre, fühl ich mich sicherer als wenn mich dieser scheiß Spanner überall mit Videokameras aufzeichnen will. Und zum Thema “Mehr Sicherheit durch mehr Polizei”:
Man hat gerade am ersten Mai gerade wieder gesehen, wer im Zweifelsfall zum Prügeln beginnt. Es war einwandfrei die Polizei. Was nicht heißt, dass ich mich hier gegen eine gut ausgebildete Polizei ausspreche. Ganz im Gegenteil, das würde ich mir sogar wünschen. Hatten wir auch einmal (vor strasser und co). Aber wenn diesen Uniformierten Schlägern noch vom Lißl (Sicherheitsdirektor) mit einer einwandfreien Lüge statt mit mehr (Aus)Bildung und respekt vor den nicht prügelnden Polizisten, die die mehrzahl waren, der Rücken gestärkt werden soll, und sich dann noch der Landeshauptmann (den ich bis zu diesem Tag sehr schätzte) diesen untragbaren ” Sicherheitschef” stellt, naja, da wird mir schon mulmig.

•Juli 10, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Aus aktuellem Anlass (G8 Gipfel in Italien) möchte ich folgende Dokumentation des WDR mit euch teilen.

Die Geister die ich rief, die werde ich nicht mehr los

•Mai 12, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Während in Oberösterreich angemeldete Demonstrationen von der Polizei eifrig, willkürlich und gewaltsam am angemeldeten demonstrieren gehindert werden, scheint mein Heimatland zu einem recht feinen Biotop für rechtsradikale zu werden. Gäbe es nicht  Widerstand aus der Bevölkerung, die hierzulande dann mit so netten attributen wie arbeitsscheu, linksextrem und “offensichtliche Radaubrüder ” (sic. ÖVP Linz, die gleich noch  die Streichung aller öffentlichen Gelder für Vereine im Netzwerk gegen Polizeigewalt fordert) für ihr eintreten gegen den Rechtsextremismus geehrt werden.

Nur keine Stimmen an Straches Wehrsportkammeraden verlieren. Das ist die größte Sorge der beiden Großparteien. Das ist in Österreich die Mitte. Da scheißen wir aufs Menschenrecht, auf die Christliche Nächstenliebe, und den Anstand. Mit dem “genialen” Slogan von Führers Hauptstadt (wie viel an Steuergeldern wurden für diesen Spruch ausgegeben?) ist der Bann gebrochen. Eine Diskussion darüber fand höchstens im verborgenen statt.  Nun, kein Führer ohne Volk. Linz wurde also zur europäischen Hauptstadt nicht nur des Führers, sondern gleich der ganzen Nazibrut mit dabei.

Sieg Heil-Rufe vor überlebenden des KZ Ebensee, und ein Klima im Land, in dem das keiner mehr offiziell irgendwie verwerflich oder falsch findet. Kein Bundespräsident, kein Kanzler (beides früher mal Sozialisten), kein Innen-, Aussen (beide ÖVP)  oder sonstwas Ministerium dass sich distanziert. Auch auf Landesebene von öffizieller Seite: Schweigen.

Wozu auch? Sie distanzieren sich von Menschenrechten, Anstand und Moral. Wenn sie sich jetzt auch noch von den Nazis distanzieren, dann weiß man ja gar nicht mehr, wofür sie stehen.

Aber es wurden ja eh in Mauthausen so schöne Reden gehalten. Ich finde allerdings nicht, dass es reicht, sich (meinetwegen sogar ehrlich) darüber Gedanken zu machen, was vor etwa 60 Jahren hier falsch lief. Das ist zwar wichtig und richtig. Aber wir haben die PolitikerInnen gewählt, um heute zu handeln. Uns jetzt vor Rassismus, Niedertracht und Zuständen wie vor 60 Jahren zu schützen.

Und mit Verlaub, Herrn Lißl, dem oberösterreichischen Sicherheitsdirektor trau ich diesen Schutz nicht zu. Denn wer es “konsequent” findet, dass angemeldete Demonstrationen verhindert werden, um Neonazis vor ihren gegnern (die sich offensichtlich nicht in der Sicherheitsdirektion befinden) zu schützen, dem gehört meines Erachtens das Vertrauen entzogen. Denn der Wiederstand gegen demokratiefeindliche Elemente gehört im Polizeiapparat angesiedelt. Dafür bezahlen wir sie ja wohl. Und nicht um mit schlagstöcken und chemischen Waffen (pfefferspray) gegen angemeldete Demonstrationen vorzugehen.

1.Mai in Linz / Blumauerplatz

•Mai 3, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Am 1. Mai holte ich meine Freundin vom Hauptbahnhof in Linz ab. Auf dem Weg zur Mozartstrasse kamen wir am Blumauerplatz vorbei, und trafen ein paar hundert Menschen kurz vor dem Aufbruch zur Mai-Demo. Viele bekannte Gesichter vom Vortag, wo sich verschiedene Vereine in der “Hauptstatdt des Führers”, wie der Intendant der Kulturimporthauptstadt 2009 meint, zum Lichtermeer gegen die Nazis aufriefen.
Wir unterhielten uns mit einem Bekannten, und wollten mit dem Demonstrationszug bis zur Mozartstrasse mitmaschieren. Leider wurde daraus nichts. Anstatt nach vorne zum Hauptplatz ging es erst einmal rückwärts. Die DemonstrantInnen wurden zwischen der Häuserfront und der Strassenbahntunneleinfahrt am Blumauerplatz eingekesselt. Da wir zu keiner der organisierenden Gruppen gehören, warteten wir gegenüber im Volksgarten. Laut Polizei sei bei einigen Vermummten die Identität festzustellen. Als wir weiter nach hinten gingen, konnte man sehen, dass die Polizisten die DemonstrantInnen in zwei Gruppen aufgeteilt hatten. Eine große Gruppe vorn, und einer kleinen, friedlich auf dem Boden sitzenden “Schülergruppe” (junge, bunte Menschen) hinten. So weit ich sehen konnte war keine der Personen zu diesem Zeitpunkt vermummt. Das Ganze zog sich dann unglaublich in die Länge. Es konnte also weder von ein paar, und offensichtlich auch nicht von Vermummten die Rede sein. Die Schlachtgesänge wurden lauter, die Stimmung angespannter. Man versuchte, die Zeit mit Ansprachen zu verbringen, die Kurden legten ein Tanzstück auf. Aber die … ich weiß nicht wie ich sagen sollte, früher waren sie Ordnungshüter… nahmen weiter Daten von nicht vermummten, darunter offensichtlich Minderjährigen auf, und liesen die angemeldete Demonstration nicht losziehen. Plötzlich schlugen die ersten Uniformierten auf sitzende DemonstrantInnen ein. Darauf gab Gedränge und Geschubse an den Reibungspunkten (Polizei/Demonstrierende). Es kam immer wieder zu übergriffen seitens der Polizei. Hätten nicht die DemonstrantInnen im großen Block durch niederknien und hinsetzen an den Berührungspunkten die Lage entspannt, wäre sie wohl böse eskaliert. Von Seiten der Uniformierten gab es von aussen kein sichtbares Zeichen der Deeskalation.  Das lässt für mich nur den Schluss zu, dass die Einsatzleitung zur Deeskalation nicht fähig oder nicht befugt war. Beides eher beunruhigende Gedanken. Von meinem Platz sichtbar griffen nur einzelne BeamtInnen gegen Kollegen mäßigend ein und versuchten sie zu beruhigen. Die aggressiven Beamte wurden nicht aus der sie offensichtlich überfordernden Situation entfernt. Ich erbiete mir eine lückenlose Aufklärung dieser Umstände, weil ich mich sonst in dieser Stadt nicht mehr sicher fühlen kann. Und wenn die Vorgesetzten im Polizeiapperat hier in den Medien großkotzig von Ordnungsgemäß sprechen, dann möchte ich wissen, von welcher Ordnung hier die Rede ist.
Im Übrigen hätte ich auch gerne eine Klärung, wer hier gegen wen chemische Waffen (Pfefferspray, Tränengas… eingesetzt hat.)

60 Jahre Menschenrecht

•Dezember 13, 2008 • 2 Kommentare

Ziemlich genau 60 Jahre ist es her, dass die Menschenrechte ausgerufen wurden. Gültig sind sie bis heute nicht. Einst sangen die Sozialisten mit stolz :“Die Internationale erkämpft das Menschenrecht”. Heute hört man das Lied nur noch selten, und aus aktuellen Gründen müsste es wohl lauten “Verrät das Menschenrecht”. Das Menschenrecht auf Arbeit, wenn man zufällig das Pech hat, z.B in Österreich Asyl zu suchen. Dass dieser Verrat den rechten Populisten die Tür öffnet, weil mangels Arbeitserlaubnis ja alle AsylantInnen “zu faul sind um zu arbeiten, und sich durchfüttern lassen” finde ich traurig. Wenn die SPÖ, die doch lange Zeit an der Spitze der österreichischen Regierung steht sich nicht klarer, und zwar programmatisch, und nicht nur in Sonntagsreden gegen den strukturellen rassismus in österreich wehrt, wird sie untergehen. Österreich braucht eine alternative zum Status quo.

Denn ein Aussenminister (Herr Spindelegger), der gegen die Erhöhung der Familienbeihilfe war, weil sie auch Menschen zustünde, die keinen Ariernachweis haben (Wortlaut: “Diese Förderung wäre zu breit und damit zu teuer. Wir würden vor allem kinderreiche Familien in schlechten Einkommensverhältnissen besonders fördern. Das wären zum Beispiel Ausländerfamilien, die traditionell viele Kinder haben…”) und eine Innenministerin (Frau Fekter), bei der nahezu jede Aussage vor subtilen  Rassismus und Herrenmenschendenken trieft zeugen vom Geist des Koalitionspartners.

Wenn das die Mitte ist, dann liegt Rechts automatisch am Rand, und kann nur im Verfassungsbogen bleiben, wenn dieser immer weiter gespannt wird.

Manchmal schäme ich mich schon sehr,  Österreicher zu sein. Und doch gibt es Gemeinden wie Grein in Oberösterreich, die gemeinsam gegen die aktuelle politische Willkür kämpften, und gesiegt haben. Nicht viel für das Land, aber ein Großes Stück Hoffnung, dass nach Nachahmung schreit.


und dann bin ich ein bisschen stolz, Oberösterreicher zu sein.
Hannes

nicht neu, aber immer wieder fein

•Dezember 10, 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

In unserer Müll- und Plastikgesellschaft haben wir eine der wichtigsten Grundlagen der nachhaltigen Produktion beinahe vergessen. Viele Materialien des Alltags, die mit großem Energieaufwand hergestellt werden, ließen sich auch auf Basis eines nachwachsenden Rohstoffes herstellen. Ich rede hier von Hanf. Papier, Kleider, aber auch diverse Verbundstoffe und Treibstoffe ließen sich aus dieser Pflanze herstellen. Auf den Boden hat sie verbessernden Einfluss. Weiters ist auch die medizinische Wirkung der Blüten nicht zu verachten, obwohl THC wie jeder andere Wirkstoff natürlich auch misbraucht werden kann. (Wer würde deswegen Medikamente im allgemeinen verbieten?) Misbrauch ist eher ein gesellschaftliches Problem als eine rechtfertigung zum Verbot Pflanze.
Für lesefaule gibt es in alter manier ein kleines Video. Ich freue mich besonders, dass ich zu diesem Thema endlich ein deutschsprachiges Video gefunden habe. Schaut und lernt.

Viel Spass beim ansehen

LINUX Free software for free people

•Dezember 8, 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

Mit dem Kauf der meisten Computer bezahlt man ungefragt für das Microsoft Betriebssystem. Im Schnitt sind das mehr als 10% der Kaufsumme, und oft läuft das Office-Paket nach wenigen wochen ab, oder ist nicht im Paket inbegriffen. Das ist ärgerlich, aber auch gut, weil man dann -wenn man es weiß- auf das freie und gratis-Office von Open Office umsteigen kann. das verhindert, dass man den Machern von Microsoft Geld in die hände gibt, das man auch anderwertig ausgenen könnte. Wohin es bei ihnen fließt, könnt ihr zum Beispiel unter folgendem Link erfahren:

Wohin fließen die Lizenzgebühren von Microsoft

Dabei gäbe es so feine, freie alternativen. Die meisten von ihnen sind noch dazu kostenlos, und praktisch von einer CD oder DVD zu starten. Man kann sie also ausprobieren, ohne sie zu installieren. Eine gute übersicht verschiedener Distriputionen (Betriebssysteme) findet man auf

distrowatch.com

Im oberen Bereich gibt es CD’s und DVD’s zu günstigen Preisen, geht man auf die Links unten, zeigen die Seiten auf downloadserver, wo man die Betriebssysteme gratis und legal downloaden kann. Nach dem download der live-cd mit nero oder imageBurn (gute freeware) als .iso auf CD/DVD brennen, und los geht der spass. Auf CD geht das ganze etwas langsamer, aber man kann schon sehen, welche Teile (Grafikkarte, wlan… ) erkannt werden. Bei gefallen sind die meisten Distriputionen in etwa einer halben Stunde auf dem Rechner (je nach geschwindigkeit des Rechners), und können dort anfänglich neben Gates überteuerten produkten, später vielleicht allein ihren dienst versehen. Zum einstieg eignen sich meines erachtens Ubuntu oder PCLinuxOS, aber auch Slax oder Mepis (vor allem für ältere rechner der PentiumII und mehr generation).
Und falls der alte Rechner endgültig den Geist aufgibt, kann man sich beim Kauf eines neuen das Betriebssystem sparen, und das Geld in Linux-kompatible Hardware und mehr von dem einen oder anderen investieren, oder zum Beispiel mir geben, spenden….
Viel Spass beim experimentieren

Projekt des Tages

•November 24, 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

Da meine geliebte Freundin von den Philippinen kommt, bin ich diesem Land sehr verbunden. Auf der Suche nach möglichen Projekten, die ich im Urlaub nächsten Februar verwirklichen kann, bin ich aof folgendes Video gestossen, das mir viel Freude und Hoffnung bereitet.

Viel spass beim anschauen, und vielleicht umsetzen der einen oder anderen Idee.
Wer das projekt unterstützen möchte, findet am Ende des Films eine E-mail adresse, um Kontakt mit den Initiatoren aufzunehmen
Schönen Tag

Liebe Besucherin, lieber Besucher!

•November 23, 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

Nach ein paar tagen ohne Internet möchte ich euch gerne ein feines Interview mit David Holmgren, einem der “Mitbegründer der Permakultur” vorstellen.
Als ausgebildeter Landwirt bin ich den Ideen und Prinzipien der Permakultur sehr verpflichtet, weil sie für mich einen radikalen, aber friedlichen und freundlichen Weg aus der momentanen Situation darstellt.. Wie bisher alle Videobeiträge in meinem Blog ist auch dieser in Englisch, weil ich in der deutschen Sprache leider nichts vergleichbares gefunden habe. Würde mich über Anregungen und Deutsche Videos freuen, da die Sprache Teil unserer Kultur, und vieles in der Muttersprache einfacher zu verstehen und begreifen ist. Schönen Tag